Bürgerenergie mit Rückenwind
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Bürgerenergie mit Rückenwind

Bürgerbeteiligung, technische Spitzenleistung und eine Geschichte von Ausdauer und Gemeinschaft: Das ist der Bürgerwindpark Strönfeld. Bei einem Vor-Ort-Besuch informierten sich Vertreter der UWG Wettringen gemeinsam mit Bürgermeisterkandidat Andreas Lastering über Entstehung, Betrieb und Zukunftsaussichten der Anlage. Die Geschäftsführer Michael Brümmer, Thomas Werning und Andreas Feldkamp führten durch das Gelände und gaben spannende Einblicke hinter die Kulissen.

Die Erfolgsgeschichte begann bereits 2012 mit den ersten Planungen. Trotz anfänglicher Hürden – damals fehlte der notwendige Flächennutzungsplan – konnte das Projekt 2016 realisiert werden. Aus ursprünglich kleineren Anlagen wurden im Laufe der Planung größere, leistungsstärkere Windkraftanlagen. Heute sind 130 Bürgerinnen und Bürger am Windpark beteiligt. Ein Modell, das Akzeptanz schafft und die Wertschöpfung in der Region hält.

Ein entscheidender Schlüssel war die frühzeitige Einbindung der Anwohner. „Statt Widerstand gab es Unterstützung, und das ist heute unbezahlbar“, betonten Brümmer. Auch in der laufenden Wartung und Pflege zeigt sich: Ein Projekt dieser Größe braucht ständige Aufmerksamkeit und funktioniert nur mit einem starken Partner vor Ort.

Für die Zukunft der Windkraft wird die Frage der Stromspeicherung entscheidend sein. Bei den hier erzeugten Mengen sind herkömmliche Batteriespeicher ungeeignet. Als realistische Option sehen die Betreiber vor allem die Umwandlung in Wasserstoff als Zwischenspeicher. Doch hier fehle es derzeit noch am politischen und gesellschaftlichen Willen, das Thema entschlossen anzugehen.

Bürgermeisterkandidat Andreas Lastering zeigte sich beeindruckt: „Der Bürgerwindpark Strönfeld beweist, wie gemeinschaftliches Engagement, gute Planung und transparente Kommunikation zu einem Vorzeigeprojekt führen.“

Auch UWG-Ratsmitglied Bernd Ewering zog ein positives Fazit: „Hier profitieren Umwelt, Wirtschaft und Bürger gleichermaßen. Der Windpark ist nicht nur ein technisches, sondern auch ein gesellschaftliches Erfolgsprojekt.“